Auszug von einem Dokument vom 28.5.1644. In diesem "Spanzedl" (= Vertrag) geht es um den Neubau einer Orgel für die damalige Kathedralkirche des Bistums Lavant durch die Orgelmacher Christoph Lauterspeckh und Sebald Manderscheidt. Die beiden waren herausragende Orgelbauer ihrer Zeit. Es ist dies (bisher) der älteste Nachweis einer Orgel in St. Andrä. Unterzeichnet wurde der Vertrag von Fürstbischof Albert von Priamis und den beiden Orgelmachern. Es ist sicher anzunehmen, dass schon früher eine Orgel in der Kirche stand, da es im Vertrag heißt der Kasten (Orgelgehäuse) soll bleiben und Punkt 7 vom Vertrag sagt die "Plasbelger auszubessern".
Das nächste Bild zeigt die Unterschriften von Lauterspeckh und Manderscheidt, die für St. Andrä noch ein "Regal sambt einem Cimbalo" bauten und für diese Arbeit am 7.6.1647 bezahlt wurden.
Beide Eintragungen auf ein und den selben "Spanzedl" beweisen eine zumindest 3 jährige Zusammenarbeit der berühmten Orgelbauer.
Lauterspeckh baute die Domorgel in Zagreb - Manderscheidt vorallem in der Schweiz (Fribourg)